Getrübte Stimmung der Firmenchefs
26.01.2012
Davos - Die Verlangsamung der Weltwirtschaft knickt auch die Zuversicht der Chefs von Weltkonzernen.
Laut einer von PwC durchgeführten Studie unter 1258 Firmenbossen aus 60 Ländern ergab sich ein pessimistisches Bild. Nur gerade 15% der Topmanager rechnen mit einem Konjunkturaufschwung in diesem Jahr. 48% dagegen erwarten eine schrumpfende globale Wirtschaft. Für ihren eigenen Konzern zeigten sich die Geschäftsführer indes wesentlich optimistischer. 40% sind sehr zuversichtlich, in den nächsten 12 Monaten den Umsatz steigern zu können. Das sind zwar weniger als vor einem Jahr, als noch 48% der Konzernchefs in dieser Frage zuversichtlich waren, aber deutlich mehr als 2009. Damals war nach Ausbruch der Finanzkrise die Anzahl der Zuversichtlichen auf lediglich 21% geschrumpft.
Nicht ganz so optimistisch sind die Firmenchefs aus der Schweiz. Hier gehen lediglich 35% davon aus, dass ihr Unternehmen wächst. Hier spielt vor allem die Frankenstärke und die Eurokrise eine grosse Rolle. Auch ist völlig unklar, in welche Richtung die Entwicklung geht. Analysten widersprechen sich oder veröffentlichen abenteuerliche Prognosen. Damit ist es schwierig, strategisch wichtige Entscheidungen zu fällen.
Für die heimischen KMU bedeutet diese Situation eine Chance. Je grösser die Verunsicherung auf globaler Ebene ist, umso mehr konzentriert sich der Kunde auf lokale Werte, Waren und Dienstleistungen. Die Bereitschaft, für den Kunden da zu sein, kann dazu führen, dass Investitionsbedarf entsteht. Es ist daher nicht verkehrt, abzuklären, welche möglichen Geldquellen zur Verfügung stehen.